Bauleistung

Boden- & Wandbeläge

Parkett und Massivholz, Vinyl und Designbeläge, fugenlose Beläge, verklebt auf einem Untergrund, der vorher belegreif ist.

Bereich
Bau
Einsatzgebiet
Stuttgart und Region
Ansprechpartner
Hüseyin Günes
Frisch verlegtes Eichenparkett im Fischgrätverband, daneben noch offener Estrich

Worum es hier geht

Ein Bodenbelag ist so gut wie der Untergrund, auf dem er liegt. Bei Holz kommt dazu, dass es auf Feuchtigkeit reagiert. Ein Parkett auf zu feuchtem Estrich schüsselt sich, und das zeigt sich erst Monate nach der Übergabe.

✓CM-Messung vor jedem Holzbelag
✓Spachtelung als eigene Position
✓Verlegerichtung vorher abgestimmt
✓Anschlusshöhen an Türen geprüft

Was dazugehört

  • Parkett und Massivholz
  • Mehrschichtparkett und Fertigparkett
  • Vinyl und Designbeläge
  • Fugenlose Beläge und Spachtelböden
  • Trittschalldämmung, Entkopplung und Schallschutz
  • Estricharbeiten, Nivellierung und Spachtelung
  • Silikon- und Anschlussfugen an Sockel und Übergängen
  • Erneuerung und Sanierung vorhandener Beläge
  • Sockelleisten und Übergangsprofile
  • Elektrische Fußbodenheizung im Aufbau

Im Detail

Belegreife statt Termindruck

Vor jedem Holzbelag wird die Restfeuchte des Estrichs per CM-Messung bestimmt. Der Estrich wird dafür an einer definierten Stelle aufgestemmt und das Material im Druckbehälter gemessen. Erst der Messwert entscheidet, ob verlegt wird. Ist er zu hoch, wird getrocknet oder abgesperrt, nicht trotzdem angefangen.

Parkett und Massivholz

Vollflächige Verklebung ist gegenüber schwimmender Verlegung die aufwendigere, aber ruhigere Lösung: weniger Trittschall im Raum, stabiler über der Fußbodenheizung, und der Belag arbeitet weniger. Verlegerichtung, Verband und Sortierung werden vorher festgelegt, nicht während der Arbeit entschieden.

Vinyl, Design und fugenlose Beläge

Diese Beläge sind dünn und verzeihen nichts. Jede Unebenheit, jedes Korn unter der Bahn zeichnet sich durch. Deshalb ist die Spachtelung hier keine Vorbereitung, sondern die eigentliche Leistung, und sie steht als eigene Position im Angebot.

Entkopplung und Schallschutz

Zwischen Estrich und Belag liegt je nach Situation eine Entkopplungs- oder Trittschallschicht. Sie nimmt Spannungen aus dem Untergrund auf und reduziert die Schallübertragung in die darunterliegende Wohnung, in Mehrfamilienhäusern regelmäßig der Punkt, an dem es sonst Beschwerden gibt. Der geforderte Schallschutz ergibt sich aus dem Gebäude, nicht aus dem Belag, und wird vor der Materialwahl geklärt.

Anschluss- und Silikonfugen

Auch ein fugenloser Belag hat Fugen, nur nicht in der Fläche. An Sockelleisten, Türübergängen, Heizungsrohren und dort, wo zwei Bauteile aneinanderstoßen, sitzen elastische Anschlussfugen. Sie nehmen die Bewegung auf, die jeder Boden über das Jahr macht. Werden sie starr ausgeführt oder weggelassen, reißt der Belag an der Kante, und zwar nicht dort, wo gespart wurde, sondern irgendwo in der Fläche.

Estricharbeiten im Bestand

Ist der vorhandene Estrich nicht mehr zu retten, weil zu feucht, gerissen, hohl liegend oder in der Höhe falsch. Wird er ausgebaut und neu eingebracht. Das ist die aufwendigste Variante und deshalb die, bei der sich der Blick auf den Bestand vor dem Angebot am meisten auszahlt.

Der Aufbau darunter: Bodenaufbau & Untergrund

Was bei dieser Leistung unter der sichtbaren Schicht liegt, und warum jede Schicht eine eigene Position im Angebot ist. Untergrundprüfung, CM-Messung, Estrichbeurteilung, Nivellierung, Entkopplung und Abdichtung im Zusammenhang.

Zum Fachthema
Detail des Übergangs zwischen Eichenparkett und weißer Sockelleiste
Anschlüsse

Wo der Belag an alles andere stößt

Eine Fläche ist selten das Schwierige. Schwierig sind die Ränder: der Anschluss an die Sockelleiste, der Übergang zum Nachbarraum, die Fuge an Tür und Heizungsrohr. Dort sieht man später, ob sauber gearbeitet wurde.

Holz arbeitet mit der Raumfeuchte, deshalb braucht jeder Belag eine umlaufende Randfuge. Sie wird nicht verspachtelt, sondern verdeckt. Wird sie vergessen, drückt sich der Boden im Sommer an der Wand auf.

✓Randfuge umlaufend, verdeckt statt verspachtelt
✓Übergangsprofile auf die Belagshöhe abgestimmt
✓Anschlussfugen elastisch, nicht starr verfugt
✓Sockelleiste erst nach dem Belag gesetzt

So sieht es fertig aus

Motive aus diesem Leistungsbereich. Sie zeigen Aufbau und Ausführungsart und stehen nicht für einzelne Aufträge.

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